Hinterhoffluchten

Stuttgart_Heusteigviertel_Hinterhof

Blick aus der Falbenhennenstraße im Heusteigviertel (Klick macht groß)

Es geht ja wieder etwas um zur Zeit: #swch. Klassische Symptome: fünf Tage lang ein Schwarzweißfoto posten. Ich hatte mich als Wort- und nicht Bildbastler in Sicherheit gewiegt, doch diese Hoffnung war trügerisch. Angesteckt hat mich Katja vom Blog Gedankensprünge. Danke dafür. Ob der Virus als nächstes Mojo from the Blog erwischen wird? Der wohnt schließlich nur einen Block entfernt. Gefährlich nah.

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27 Gedanken zu „Hinterhoffluchten

  1. Vielen Dank für’s Mitmachen. Ich finde deinen Blick auf Dinge und Begebenheiten immer sehr interessant, daher mein Wunsch nach diesem etwas anderen Ein- und Draufblick. 🙂

    • Danke dir für die vertrauensvolle Anregung! Ich war heute vor der Arbeit extra schon auf dem Friedhof. Ob es was taugt, weiß ich aber noch nicht. Einen schönen Tag dir!

  2. Ich kenne die Falbenhennenstrasse. Weinsteige runter und dann links ab. Der Name hat mich immer fasziniert. Ich hab heute mal nachgeforscht, woher dieser Name denn kommen könnte. Um Wellensittiche kann es sich nicht gehandelt haben, da gibt es in echt eine sonderbare Art, die werden so genannt. Daher kommt es sicher nicht. Es scheint eher auf einen Gewandnamen hinauszulaufen, der sehr rätselhaft bleibt.

    • Sowohl Adelung als auch Grimm weist falb als von fahl kommend nach. Und Hennen als weibliche, mit Flügeln ausgestattete Tiere sind bekannt. Wie erwähnt z.B. als Kleinpapageien aus Ecuador.
      Mein nächster Schritt wäre, einen Geflügelzüchster zu befragen, denn ich halte eine alte Geflügelzuchtanlage für wahrscheinlicher als einen Vogelhändler. Wobei man kann ja nie wissen.
      Danach käme das Stadtarchiv in Frage, das unter Umständen Auskunft geben könnte.
      Morgengrauende Grüsse aus dem frühstückenden Bembelland

      • Und schon haben wir hier einen gelehrten Diskurs. Bitte nur weiter, die Herren, ich lausche begierig. Und werde einmal einen gewissen Herrn auf der Straße ansprechen, der da Antwort wissen könnte.

        Sonnige Grüße

      • Das Oberdeutsche Flurnamenbuch führt Henne auf „Hag“ zurück, also auf „Zaun, Einfriedung“ und Falbenhenne hiess ursprünglich „Falbenhegenach“. Au weia.
        Aber warum sollen da frühe nicht hellbraune Hühner gezüchtet worden sein, oder Vögel überhaupt. Die jetzige Bebauung könnte in der Gründerzeit begonnen haben, warum soll da vorher kein Hühnerhof gewesen sein, der den Stuttgarter Eier von freilaufenden Hühnern für ihre Spätzle geliefert haben könnte?

      • Nichts anderes vermutete ich vorerst und schrieb das auch in mieinem Kommentar: eine Geflügelzucht.
        Nicht wirklich wissend halte ich die Vogelzucht für weniger wahrscheinlich, um eine ganze Strasse danach zu benennen.
        Ich werde mich um den Beruf des Vogelstellers in der Frühen Neuzeit kümmern müssen. Soviel Unwissen schmerzt.
        Und jetzt fällt mir obendrein auch noch der Vogelhändler von Imst ein, aber wer kennt den überhaupt noch?

      • Danke sehr. Sehen Sie, da bin ich weder ganz blöd noch völlig ungebildet und hatte von Carl Spindler noch nie im Leben gehört. Eine Suchmaschine ist doch was Tolles. 😉

      • Bleibt die Frage, ob man Spindler heute überhaupt kennen muss und wenn, was er uns Heutigen noch zu sagen hat…
        (In meinem Kopf möchte ich nicht wohnen 😉 )

      • Und tatsächlich bin ich Herrn J. begegnet, bei einem zufälligen Besuch in seiner Stammkneipe (die würde Ihnen auch gefallen, Herr Ärmel), und habe ihn auf die Falbenhennenstraße angesprochen. Er war so liebenswürdig, zuhause nachzuschlagen und die Einträge zu schicken:

        „(benannt 1897, …) Der Flurname ,Falwen hennen‘ wurde 1350 erstmals
        urkundlich genannt, vermutlich nach Personen- oder Übernamen.“ (Die
        Stuttgarter Straßennamen, 2003)

        Es gibt einen längeren Eintrag bei Helmut Dölker
        „Flurnamen der Stadt Stuttgart“, 1933 (Nachdruck 1982).

    • Ob man es nun mag oder nicht: Das ist, denke ich, tatsächlich Schwaben. (Wobei es dabei vermutlich nicht schadet, gleichzeitig eine wohlhabende Stadt zu sein.) Das Fatale: Ein paar Jahr hier leben und schon glaubt man, die Welt sei überall so. Oh, dieses böse Erwachen …

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