Standardabweichung

Erkältungsbedingter Rückzug auf ein Sprichwort. In der Kürze liegt die Würze.

Zwei haben die Zeitung aufgeschlagen. Eine liest in einem Printbuch. Einer hat Ohrstöpsel im Ohr. Zwei schauen aufs Smartphone. Drei blicken ins Leere.

Dann steigt eine Zeitung aus und ein Smartphone kommt hinzu und die Welt ist wieder halbwegs im Lot.

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30 Gedanken zu „Standardabweichung

  1. Wow! könntest du nicht immer so Kurzdinger über die eigentlichen Bogposts setzen? Das hätte dann was von den Überschriften, wie sie Kästner über Kapitel gepackt hat.

  2. Mit Freude sehe ich immer wieder, dass sich hier noch die e-book-reader und die Papierbücher die Waage halten. Noch. Ich bin ja manchmal auch versucht. Da ich aber noch soviele ungelesene Papierbücher hier rumliegen habe, die ich nie durchkriegen würde, wenn ich jetzt auch noch ein Bildschirm-Gerät zum Lesen anschaffe, auf dem ich ganz schnell ganz billig ganz viele Bücher haben kann – und außerdem mit einer ausgewachsenen Tsundoku belastet – nein – da bleibe ich doch standhaft eine Abweichung. So ein Gerät würde ja nur noch mehr zum Horten von ungelesenen Büchern verführen.

    • Ein ganz nachvollziehbares Argument! Ich hatte – Ausflug – kürzlich meinen Bibliotheksausweis erneuern lassen und frage mich, ob sich das lohnt für mich, so wenig komme ich noch zum Lesen (und so viel ungelesenes Papier gäbe ich noch zuhause). Da wäre ein E-Book-Reader auch schnell ein Overkill.

  3. Verehrtester, fast möchte man, also wenn solche Köstlichfeinstlesekonfekte dabei herauskommen, ähem, ich meine ja nur, ähh, also nicht, dass ich das wirklich möchte, aber das könnSe gerne öfter, ja, ähem, ich wünsche Ihnen selbstverständlich keinerley Ungemach, dennoch, was für herrliche Beobachtungen!
    Gute Besserung trotzdem, beziehungsweise überhaupt. Und die Knobloch’sche Zwiebelkur sey herzlich nahegelegt: Warme Zwiebelumschläge, massig Zwiebelgerichte und Zwiebelsaft mit Honig. Olfaktorisch erscheinen Sie nahe am Dönertier, doch es hilft tatsächlich. Liebe Grüße gen Kesselanien, die Ihre.

    • Meine werte Frau Knobloch, danke, Sie haben mich erst zum herzhaften Lachen, dann zum Husten gebracht. Nur die Zwiebelkur, gegen die sträube ich mich. Ich hatte einmal Zwiebelwasser mit Honig versucht, das war absolut grauenvoll. Herzlichste Grüße in den Norden, Ihr Zeilentiger

      • Lachen fetzt schonmal. So, jetzt die Geheimwaffe gegen Unbill aller Art: Einen kleinen Wirsing kurz geschnibbelt köcheln lassen, blanchieren, abtropfen lassen. Währendessen zwo rote Zwiebeln pellen, ringelreigen, scharf anbraten, ordentlich Chili, Pfeffer dazu, Druck vom Kessel und den Kohl drunterheben, Kreuzkümmel in rauhen Mengen dazu und schön heiß werden lassen. Wer’s patschig möchte, ein wenig vom Kohlwasser drüber und aufköcheln lassen. Unmengen Frischkräuter drüber und Fitzelchen von Schale von Zitrone und mampfen. Die Viren ziehen sich schmollend zurück. Gerne die Ihre.

      • Sie kennen diese furchtbare Müsliwerbung? „Lecker, lecker, lecker“ usw. Diese Worte denke ich gerade beim Lesen Ihres Rezeptes. Ganz famos, dass Sie auf meine Rohzwiebelaversion sofort eine zeilentigerpassgenaue Antwort haben! Herzlichst

  4. Liest sich, werter Herr Zeilentiger, als wären Sie auf der schwäbsche Eisenbahne unterwegs gewesen.
    Oder mit dem Bus oder der Tram tief drunten im Kessel.
    Vielleicht sollten Sie, um derlei Beobachtungen stastisch stichhaltig zu machen, eine aus der Stadt im Kessel etwa zwei Stunden in Anspruch nehmende Bahnfahrt nach Nordnordwest unternehmen, die Zielstadt ist wohlbekannt und anschliessend liesse sich bei entsprechender kulinarischer Begleitung hervorragend ein fundiert kolloquiales Fachgespräch führen.
    Aber zu allererst und vordringlich die allerrascheste gute Besserung gewünscht verbunden mit abendlichschönen Grüssen aus dem lebendigen Bembelland.

    • Tatsächlich, die Stadtbahn ergo Tram, lieber Herr Ärmel. Komparative Studien sind reizvoll, daher werden wir Ihren Vorschlag gewiss noch umsetzen. Kesselsonnige Grüße!

  5. Da sehnse mal: Besserung kann ich nur hustend und uns beiden wünschen. Und was die Bücher angeht, hat sich bei mir nix geändert — insofern halte ich die Stellung am unelektrifizierten Ende der Normalverteilung.

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