Du Koffer, du

Der Koffer stand auf halber Höhe des Stadtbahnausgangs. Ein großer, schwarzer Reisekoffer mit einem Flugreiseband am Griff, unmittelbar neben einen Mülleimer gestellt und definitiv herrenlos. Mein Blick wanderte über das Gepäckstück, dann war ich vorbei und stieg die zweite Treppenhälfte empor. Oben drehte ich mich nochmals um. Andere Menschen kamen aus der Haltestelle, manche würdigten den Koffer keines Blickes, andere schauten ihn an wie ich: irritiert, aber ohne innezuhalten. Ich wandte mich ab und setzte meinen Weg fort. Ich war müde und hungrig und hatte Gepäck bei mir und wollte nach Hause.

In meinen Kopf aber war noch immer der Koffer. Wie unfassbar gering muss die Wahrscheinlichkeit sein, dachte ich mir, dass es sich ausgerechnet bei diesem Koffer um eine Bombe handelt. Wie dämlich müsste ein Attentäter (mit Blick auf maximale Schadenswirkung) sein, überlegte ich weiter, seine Bombe ausgerechnet an dieser Stelle zu positionieren, wo sie – je nach Taktung der Straßenbahn und Fahrgastaufkommen – möglicherweise keinen einzigen Menschen verletzen würde. Und wäre für eine solche Tat nicht manches naheliegender als solch ein gewaltiger Koffer mit dem Band einer Fluggesellschaft? Und schließlich: Angenommen, ich würde tatsächlich die Polizei informieren, würde dann die Haltestelle wegen eines Koffers voller Schmutzwäsche womöglich für längere Zeit gesperrt und viele Menschen ziemlich angepisst sein? Und dann ein anderer Gedanke: Nur einmal angenommen, der außerordentlich unwahrscheinliche Fall trifft tatsächlich ein und ich erfahre eine Stunde später, dass dort unten am Treppenaufgang der Stadtbahn eine Kofferbombe explodierte, drei Todesopfer, fünf Verstümmelte. Könnte ich es mir jeweils verzeihen, den Koffer ignoriert zu haben?

Eine der herrlichsten Szenen in Michael Moores Film „Bowling for Columbine“ ist, als der US-amerikanische Dokumentarfilmer ein Gerücht auf die Probe stellt, Kanadier würden ihre Haustür nicht abschließen. In einer Großstadt jenseits der Grenze also drückt Moore an irgendwelchen Einfamilienhäusern die Klinke herunter – siehe da, unverschlossen –, stapft in das fremde Haus hinein und verwickelt die recht unaufgeregten Bewohner in ein harmloses Gespräch. In den USA wäre er, so Moore, niemals in das Haus hineingekommen. Oder aber bereits vom Besitzer erschossen. Michael Moores These von der „Kultur der Angst“, die ganz besonders in den USA, in schwächerem Maße aber auch in der übrigen westlichen Welt gepflegt und gehegt wird, hatte mich damals unmittelbar überzeugt. Von dieser, seit 9/11 grassierend wachsenden Angst wollte ich mich nicht beherrschen lassen, das war mir klar. Ich wollte kein Angst essen Seele auf.

Ich blieb stehen, unschlüssig. Schließlich holte ich das Smartphone heraus (wie einfach es uns dieses Gerät heute macht), tippte nach der Nummer der Polizei, löschte das Suchergebnis wieder, suchte nach einer Sicherheitshotline des SSB, fand keine auf der Website der Verkehrsgesellschaft und wich einer Entscheidung aus, indem ich den Weg wieder zurückging und die Treppe hinabschaute. Dort stand der Koffer immer noch. Ich musste eine Entscheidung treffen.

Dort, wo ich aufgewachsen war, hatten wir nachts nie die Haustür abgesperrt, auch dann nicht, als wir keinen Hund mehr hatten. Manche Menschen in meiner Verwandtschaft lassen das Auto nachts unverschlossen, andere lassen außen den Haustürschlüssel stecken. Auf dem Land geht das. In der Stadt veränderte ich mein Verhalten. Als Student spielte ich noch damit: In manchen Nächten (nicht in allen) wäre es für einen Fremden ohne jede Gewaltausübung möglich gewesen, von der Straße bis in mein Zimmer zu kommen. Ich vertraute darauf, dass es nicht geschehen würde. Später dann in Mehrfamilienhäusern dicht besiedelter Stadtteile war es eine von zwei Türen, die ge- und verschlossen zu sein hatte: die Haustür oder die Wohnungstür, möglichst aber nicht beide. (Kompromisse, die sich aus technischen Gründen oder durch kollidierende Bedürfnisse von Partner oder Nachbarn ergeben, lassen wir einmal außen vor.)

Das entspricht, so stelle ich mir das vor, einem schönen Satz, auf den man bisweilen in einem Büchlein mit Sinnsprüchen oder dergleichen aus dem Koran zitiert findet: „Gott behütet dein Kamel, doch zuerst binde es an einen Baum.“ In Wahrheit stammt das Zitat nicht aus dem Koran, sondern aus dem Hadith (also den dem Propheten Mohammed zugeschriebenen – und normstiftenden – Aussprüchen und Handlungen und darin der, nach dem Koran, zweitwichtigsten Quelle des Islam), außerdem lautet es im Original, zwar inhaltlich gleich, formal doch deutlich anders und weniger prägnant. Von Muslimen wird es nach wie vor gerne zur Erläuterung des tawakkul, des rechten Maßes an Gottvertrauen, herangezogen. Trotz des Fragezeichenwortes „Gott“ darin hat mir der Satz immer gut gefallen.

Ich rief die Polizei an. „Ich komme mir ja ein bisschen dämlich vor, wegen eines Koffers anzurufen“, erklärte ich mich. „Gar nicht, im Gegenteil“, meinte die freundliche Polizistin. Die Antwort fühlte sich gut an. Sie fühlte sich nach getaner Bürgerpflicht an. Ich wurde durchgestellt. Es war der erste Anruf meines Lebens bei der Polizei.

Im letzten Jahr hatte ich die Dissertation eines Freundes Korrektur gelesen, in der unter anderem die Ausübung von Kontrolle (und damit Macht) über die Gesellschaft durch Anerziehung von Selbstkontrolle kritisch thematisiert wurde. So betrachtet, hat dieses Konzept bei mir inzwischen Früchte getragen. Ich hatte den herrenlosen Koffer als Problem wahrgenommen, ich hatte mich zur Tat durchgerungen, ich hatte die Polizei informiert – die Selbstkontrolle war also verinnerlicht. Unter dem Gesichtspunkt „Und was wenn doch, du würdest es dir nie verzeihen“ war es das Richtige, was ich getan hatte.

Fragen bleiben. Wie viele Koffer und andere Gepäckstücke werden täglich in Deutschland vergessen oder zumindest lange genug aus den Augen gelassen, um aufzufallen? Wie viele davon werden von Passanten Tag für Tag gemeldet? Wie gering ist die Wahrscheinlichkeit hierzulande, dass es sich dabei tatsächlich um eine Kofferbombe – oder sagen wir großmütiger: um irgendetwas, von dem die Polizei wissen sollte – handelt? (1:50 000? Ich habe absolut keine Ahnung.) Wer eigentlich aus meinem persönlichen Umfeld hat selbst schon mal solch einen herrenlosen Koffer gemeldet? Und wie geht die Polizei dann konkret vor Ort vor? Das sind nur die Fragen auf der Ebene des Faktischen. Es gibt weitere: die nach dem politischen Herrschaftsdiskurs etwa. Sie sind es, die mich, wenn auch für mich nur schwer greifbar, noch immer beschäftigen. Obwohl es doch nur ein Koffer war.

„Jaja, wir sind informiert“, antwortete der Polizist, zu dem ich durchgestellt wurde, recht gelassen. Und dann, nach einer kurzen Pause des Schweigens, in der ich nicht wusste, was ich sagen sollte: „Es kümmert sich bereits jemand darum.“

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20 Gedanken zu „Du Koffer, du

  1. Sehr gut (das hört sich immer so nach Zeugnis an, sorry „sehr gut), aber eben sehr gut, wie Du beschreibst, was so ein Koffer auslösen kann. Ginge mir ähnlich – die Zweifel, das Bürgerpflichtige tun und das dann wieder Hinterfragen. Das ist der Koffer der Pandora. Andererseits: Vielleicht gibt es eine gute Seite (Koffer/Medaillenseite): Ein verwirrter Reisender, der seinen Koffer vermisst, und ihn nun wieder glücklich in die Arme schließt. Letztendlich ist ja auch das Teil unserer Gesellschaft – früher wäre es selbstverständlich gewesen, verlorene Gegenstände aufzulesen, den Verlustiggänger oder wenigstens das Fundamt zu suchen und jemanden seinen Besitz zurückzugeben. Heute schaut man darüber hinweg.

    • Danke, Birgit. Dein „früher“ trifft etwas wirklich ganz Wichtiges, ja. Wie radikal anders wäre „früher“ der Gedankenablauf gewesen: „Oh, hat jemand seinen Koffer verloren, wie doof. Schauen wir mal, ob wir was tun können, damit der arme Mensch sein Gepäck wieder bekommt.“ Ohne etwas zu idealisieren zu wollen: Es war (in dieser Hinsicht) eine menschlichere Welt.

    • Wie wahr! Drogen, Leichenteile, Diebesgut … An all das dachte ich auch und gleichzeitig aber: Na ja, sollte sich halt jemand darum kümmern. Jemand. Nicht ich. Erst das Schreckgespenst der Bombe, das uns bei jedem Besuch eines größeren Bahnhofs immer und immer wieder eingebleut wird, brachte mich dazu, zu handeln. Obwohl ich ja nichts falsch gemacht habe damit, verunsichert es mich doch gleichzeitig, wie sehr ich schon als Teil dieser Kultur der Angst funktioniere.

  2. Das hier ist eine Art Platzhalter-Kommentar. Ich mache mir am Wochenende Gedanken, was ich wohl getan hätte und was das in meinen Augen heißen könnte. Du hast da weit mehr angerissen als die Frage, was vielleicht in einem Koffer ist. …

    Danke. Werde später kommentieren.

  3. Interessant, was so ein simpler Koffer auslösen kann… Ich glaube, mein erster Gedanke wäre gewesen, dass jemand ihn vergessen hat, nicht, dass das eine Bombe sein könnte. Meine größte Sorge wäre gewesen, dass irgendwer jetzt wichtige Dinge vermisst, die darin stecken. Ich weiß nicht, ob ich die Polizei gerufen hätte, aber wenn, dann hätte ich hinterher sicher einen Witz darüber gemacht, dass sie jetzt einen Koffer voll Schmutzwäsche aufschießen (wäre nicht das erste Mal – soviel zu deiner Frage, wie die Polizei vorgeht).

    Andererseits käme ich nie auf die Idee, eine Haustür unverschlossen zu lassen (in dem Sinne, dass man ohne Schlüssel von außen reinkommt). Vielleicht, weil ich in der Großstadt aufgewachsen bin? Meine Haus- und Wohnungstür muss ich dafür allerdings auch nicht extra abschließen, sondern nur zuziehen, weil sie außen keine Klinke haben.

    Ich sehe aber auch einen grundlegenden Unterschied zwischen den beiden Risiken (herrenloser Koffer->Terroranschlag und offene Tür->Diebstahl), nämlich die Wahrscheinlichkeit. Rein rechnerisch wird sehr viel mehr eingebrochen und gestohlen als Terroranschläge stattfinden. Eine verschlossene Tür ist für mich also vernünftige Risikominimierung (und die Tür abzuschließen heißt noch lange nicht, dass ich jeden abknalle, der klingelt), während die Angst vor der Kofferbombe mir irrational erscheint. Klar, das Ergebnis eines Terroranschlags ist meist schlimmer als das eines Einbruchs, deshalb verstehe ich alle, denen das mehr Angst macht. Mitmachen will ich aber nicht bei der Angst (und, mal ehrlich: Wenn wir uns in unserem Alltag von der Angst vor Terroristen beeinträchtigen lassen, dann bekommen sie genau das, was sie wollen).

    • Danke sehr für deinen ausführlichen Kommentar. Und das ganz treffende Resümee. Und gerade weil ich dir darin zustimme, hatte ich über meine Reaktion nachzudenken.

  4. Zivilcourage – sehr schön! Das lange Überlegen hat sich wohl doch bezahlt gemacht. Lieber einmal mehr bei der Polizei angerufen als zu wenig.

    Möchte man meinen.

    Ich habe da leider andere Erfahrungen. Ich hatte vor einiger Zeit mit einem Kollegen ein Fahrzeug mit kaputter Heckscheibe vor einem unserer Straßenverteiler aufgefunden. Nach einiger Zeit entschieden wir uns bei der Polizei anzurufen. Der Polizist am Telefon war recht freundlich, bedankte sich für die Info und schickte uns eine Streife vorbei.

    Wir arbeiteten weiter und eine junge Dame kam, stieg in das beschädigte Fahrzeug und fuhr weg. 10 Minuten später kam die Streife. Wahrheitsgemäß schilderten wir das Geschehen und wurden äußerst unhöflich darauf hingewiesen, dass Sie nun umsonst zu uns gefahren wären und wir doch hätten anrufen können damit Sie sich den Weg hätten sparen können.

    Super oder?! Ich habe auch lange überlegt ob ich überhaupt anrufe aber mir wäre es auch recht wenn mein beschädigter PKW von der Polizei gesichert wird. Mein Kollege war der gleichen Ansicht.

    Da möchte man es einmal richtig machen und wird dann von den Beamten so nett behandelt. Wahrscheinlich hat das zur Folge, dass ich das nächste mal noch länger überlege ob ich bei der Polizei anrufe oder nicht.

    Gruß Ralph

    • Danke, Ralph, für deine eigene Erfahrung, die du mit uns teilst. Da hätte ich mir an deiner Stelle allerdings auch eine andere Reaktion von der Polizei gewünscht. Daher verstehe ich auch deine wahrscheinliche Zurückhaltung bei einem nächsten Mal.

  5. Erst einmal Danke für den intensiven Einblick. Sehr schön beschrieben, wie so etwas auf den ersten Blick Banales uns plötzlich mitten aus dem Alltag reißen kann. Verglichen mit den ständigen Ängsten, die Menschen in Kriegsgebieten, damals wie heute, auszustehen haben und die wir wahrscheinlich kaum nachvollziehen können, finde ich aber doch, dass wir in einer äußerst angenehmen Zeit leben. Wie oft kommt es vor, dass man ernsthaft über Terrorgefahr nachdenkt? Die zwei oder dreimal im Leben, die der Anblick eines herrenlosen Koffers Ängste auslöst, halte ich da im Vergleich für kaum nennenswert. Und besser einmal zu viel angerufen als mit den Konsequenzen zu leben, sollte tatsächlich mal was drangewesen sein. Man hat zu selten sein Schicksal selbst in der Hand um diese Gelegenheit dann einfach verstreichen zu lassen.

    • Danke für die Rückmeldung! Absolut wahr: Haben wir es gut und sicher. Das eigentlich Nachdenkenswerte an der kleinen Episode war für mich wohl weniger die konkrete Befürchtung in dieser einen – seltenen – Situation, sondern eine Erziehung zum Generalverdacht, die dahinter steht und erst so etwas wie meine Reaktion ermöglicht. Deinen Standpunkt, besser einmal zu viel angerufen, will ich damit aber gar nicht entkräften. Ich erinnere mich daran, wie ich einmal unsicher wahr, ob ich aus einer Nachbarswohnung tatsächlich schmerzerfülltes Wimmern höre oder nicht. Ich hatte den bequemen Weg gewählt und meine Wahrnehmung als mutmaßlichen Irrtum abgetan. Später gingen Nachbarn der Sache nach – und fanden eine Nachbarin mit einem Bruch vor, der sie bewegungslos gemacht hatte. Da wäre ich dem Verdacht mal besser nachgegangen.

  6. Lieber Zeilentiger, hiermit möchte ich Dich nur wissen lassen: Ich kehre zum wiederholten Male zu Deinem Beitrag zurück – immer noch ohne klugen Kommentar, aber sehr bereichert!

  7. Also, Deinen Beitrag habe ich nun lange genug mit mir herumgeschleppt, und in dieser schönen Diskussion ist bereits so viel Kluges gesagt worden, dass ich mich kurz fassen kann. Ich sehe diese Kultur der Angst sehr, sehr kritisch. Das heißt nicht, dass ich mich gänzlich davon freimache. Hätte ich noch vor einigen Jahren den Koffer genommen, zum Reisezentrum geschleppt und gesagt: „Hier hat jemand seinen Koffer stehen lassen“, hätte ich heute gezögert und mir vermutlich die gleichen Gedanken gemacht wie Du jetzt.
    Wenn man Eltern kleiner Kinder ist, fallen einem nicht nur im Bereich von Terrorismus und den ewigen Durchsagen, sein Gepäck nicht unbeobachtet stehen zu lassen, ungesunde Verschiebungen auf. Ich lasse mich zum Beispiel regelmäßig darüber aus, dass es Trainings gibt, in denen Eltern mit Kindern Passwörter ausmachen, falls sie von einem Fremden angesprochen werden. Um in diesem Fall Freund von Feind unterscheiden zu können. Es gibt aber bis heute keine Trainings, in denen man den Eltern erzählt, sie sollen ihre Kinder verdammt noch mal nicht unbeaufsichtigt im Planschbecken spielen lassen. Todesfälle jährlich: 62 in Deutschland. Ganz zu schweigen von den Zahlen derer, die im Straßenverkehr sterben. Die Bomben, Flugzeugabstürze, Kindsmörder dieser Welt beherrschen die Nachrichten. Diese eher seltenen „Sensationen“ prägen damit unser Bild von der Welt, verzerren es. Der etwas paranoide Teil von mir vermutet dahinter bis zu einem gewissen Grad Absicht. Es ist nämlich für eine regierende Instanz ganz prima, wenn Menschen Angst vor Menschen haben. Vertrauen sie den Menschen um sich herum ganz grundsätzlich (was sie statistisch gesehen tun könnten) und haben stattdessen Angst vor Gartenteichen, Vergiftungen durch Reiniger, Weichmacher oder der Massentierhaltung, bringt das eher Unruhe für die Menschen, die „das Volk“ gerne unter Kontrolle behalten würden. Keine Sorge, der paranoide Teil ist nicht unbedingt beherrschend.
    Auch wenn ich also verstehen und selbstverständlich gutheißen kann, wie Du gehandelt hast – genauso wird es uns ja vermittelt – ich plädiere für mehr Vertrauen in unsere Mitmenschen. Ja, es gibt Ausnahmen. Es ist sehr häßlich, wenn man an eine dieser Ausnahmen gerät. Aber die meisten Menschen benehmen sich sozial ziemlich verträglich. Das sollten wir beim Anblick eines Koffers auch in Betracht ziehen: Dass es in den allermeisten Fällen nur ein vergessener Koffer ist, und der Rest in unseren Köpfen passiert.
    Noch einen Nachsatz, jetzt ist der Kommentar doch wieder lang geworden: Ich finde Deine Beschreibung der Situation wirklich unheimlich gelungen!

    • Wow, das dürfte der bisher längste Kommentar auf diesem Blog sein. Danke für die Mühe und deine ausführliche Stellungnahme. Inhaltlich kann ich dir nur zustimmen. In welchem Maße die beschriebene Kultur der Angst eine gesteuerte oder zumindest beabsichtigte ist, weiß ich nicht, aber die Gedanken sind mir nicht fremd. Und auf jedem Fall halte ich dein Resümee für ganz zutreffend: „Dass es in den allermeisten Fällen nur ein vergessener Koffer ist, und der Rest in unseren Köpfen passiert.“ Danke sehr auch für deinen Schlusssatz, der mich sehr freut.

  8. Pingback: 2014 – in Euren Worten | juna im netz

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