Interpol, „Interpol“

Merkwürdig, wenn eine Band ihr viertes (und nicht erstes) Album nach sich selbst benennt. Ein Zeichen des Endes, nachdem bereits der Bassist im Frühjahr vor der Veröffentlichung die Gruppe verlassen hat? Das Album ist ganz erwartungsgemäß schwermütig und klar – der Sound fantastisch klar –, das Gefühl ein auf Faustgröße komprimierter Weltschmerz in einer nanogenauen Designerwelt aus Kobaltblau und Schwarz: beherrschbare Melancholie, heißes Eis, ein schwarzes Loch im Versuchslabor der Physiker. Manches ist da schon zu stromlinienförmig (durchaus radiohittauglich: „Summer Well“, „Barricade“), das stärkste Stück „Lights“: Augen zu, Regler hoch und den Finger auf die Wiederholtaste.

Interpol, „Interpol“.
© 2010 Soft Limit under exclusive license to V2 Records International T/A Cooperative Music

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